Teil 4: Die Botschaft der Menschlichkeit
Das Rote Kreuz in Europas Machtzentrum: Das EU-Büro in Brüssel vertritt die Interessen der Organisation gegenüber den EU Institutionen.
„Rue Belliard 65, 1040 Brussels“ – das ist die Adresse des Roten Kreuzes in der Europa-Hauptstadt. Seit Jahresanfang hat der Steirer Martin Krottmayer in dem beeindruckenden Bürogebäude im Zentrum des Europaviertels in Brüssel seinen Arbeitsplatz. Der 42-jährige Auslandsdelegierte ist „EU Advisor“ des ÖRK beim Rotkreuz-EU-Büro.
Er ist einer von ungefähr 20 RK-Mitarbeitern, die die Beziehungen und Kontakte zwischen dem Roten Kreuz und der EU pflegen. Denn in Brüssel tummeln sich nicht nur politische Vertreter aus den EU-Mitgliedsländern. Auch große Nicht-Regierungsorganisationen wie das Rote Kreuz haben ständige Vertretungen in der EU-Hauptstadt, um für ihre Interessen und Anliegen einzutreten.
Voice of the Vulnerable
Die Interessen sind so breit gestreut wie die Palette der Aktivitäten der Rotkreuz-Gesellschaften in Europa. Dabei geht es hauptsächlich um Advocacy-Arbeit für Rotkreuz-Themen wie humanitäre Hilfe, Gesundheit, soziale Dienste, Entwicklungszusammenarbeit, Freiwilligkeit und Jugend. "Als 'Stimme der Bedürftigen' betreiben wir Bewusstseinsbildung bei Entscheidungsträgern in der EU-Kommission, dem Europäischen Parlament und dem Europäischen Rat", erklärt Martin Krottmayer.
Das Rotkreuz-Büro informiert auch die nationalen Rotkreuz Gesellschaften über Möglichkeiten zur EU-Förderung von EU weiten und Internationalen Projekten.

