Die Spendekarte und der "freiwillige Selbstausschluss"

Vorabinformation für BlutspenderInnen

Vor der eigentlichen Blutabnahme werden die freiwilligen SpenderInnen ersucht, die "Spendekarte" auszufüllen. Nach Angaben zu persönlichen Daten werden dem/der SpenderIn Fragen zu seiner/ihrer Gesundheit und einer möglichen Krankheitsgeschichte gestellt. Diese Fragen dienen dazu, die Spendetauglichkeit festzustellen - und damit die Sicherheit für den/die spätere(n) BlutempfängerIn. Alle erhobenen Daten werden streng vertraulich behandelt und unterliegen dem Datenschutz-Gesetz. Nur gewissenhaft ausgefüllte Spendekarten tragen dazu bei, dass eine gewonnene Spende nicht verworfen werden muss. Die folgende Liste der Fragen soll Ihnen sowie den Blutabnahmeteams den Ablauf der Blutspende erleichtern. Das Österreichische Rote Kreuz bietet auch eine österreichweite kostenlose Servicenummer für Fragen zum Blutspendewesen an. Unter 0800 190 190 werden nicht nur die jeweiligen Blutspendetermine im eigenen Bundesland mitgeteilt, sondern auch Fragen hinsichtlich der Spendetauglichkeit, z.B. bei Einnahme von Medikamenten, von Mitarbeitern des Rotkreuz-Blutspendedienstes beantwortet.

 

Freiwilliger Selbstausschluss

Das Blutsicherheitsgesetz sieht als weitere Sicherheitsmaßnahme zur Verhütung der Übertragung von Infektionskrankheiten wie AIDS die Möglichkeit des „freiwilligen Selbstausschlusses“ vor.

Dies bedeutet, dass ohne Gruppenzwang (z. B. durch Familienangehörige, Freunde etc.) die Möglichkeit gegeben sein muss, vertraulich und ohne Einsichtmöglichkeit durch Dritte mitteilen zu können, ob das gespendete Blut für Kranke und Verletzte verwendet werden kann oder nicht.

Jede(r) BlutspenderIn sollte noch einmal sorgfältig überdenken, ob er/sie möglicherweise ein Risiko eingegangen ist, sich mit dem HI-Virus infiziert zu haben. Der/die BlutspenderIn muss dann selbst entscheiden, ob seine/ihre Spende für die Übertragung auf eine(n) PatientIn freigegeben werden kann, oder ob sie gesperrt werden muss.
Grund dafür ist, dass eine kürzlich erfolgte Infektion erst nach einiger Zeit im Labor nachgewiesen werden kann. In dieser Zeitspanne (diagnostisches Fenster), in der die Infektion schon besteht, aber noch nicht nachgewiesen werden kann, liegt ein gewisses Restrisiko, das nur durch den Spender selbst eingeschränkt werden kann. Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Informationsfolder „Sicherheit und Qualität“ sowie die AIDS-Broschüre.

Wenn Sie auch nur den geringsten Zweifel an der Verwendbarkeit Ihrer Blutspende haben, so steht Ihnen unser(e) Arzt/Ärztin für ein vertrauliches Gespräch zur Verfügung oder Sie nutzen den „freiwilligen Selbstausschluss“.

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